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23. Dezember: Mütter gegen Atomkraft e.V.
Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 00:00 Uhr
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ERINNERUNG AN DIE WOLKE AUS TSCHERNOBYL Mal stelle sich einmal kurz vor, die Wolke, die der Vulkan auf Island ausspuckte, bestünde nicht aus Asche, sondern enthielte radioaktive Teilchen. Dann wäre nicht nur der Flugverkehr schwer betroffen, vielmehr wären, je nach Windrichtung und Fallout, große Regionen in Europa radioaktiv verstrahlt. Eben dieses Szenario ereignete sich 1986, als der Atomreaktor in Tschernobyl explodierte und die strahlenden Nuklide von Skandinavien bis Österreich und von Russland bis Frankreich zur Erde fielen. Nur weil sich dieser Unfall mehr als 1600 Kilometer entfernt von Bayern ereignete, kam die Bevölkerung hier relativ glimpflich davon. Was wäre, wenn dergleichen in einem deutschen Atomkraftwerk passierte? Sich dies auszumalen, fällt schwer, weil die Auswirkungen mitten in einem so dichtbesiedelten Gebiet um ein Vielfaches schrecklicher wären. „Die Sicherheit der Flugpassagiere steht an erster Stelle“, betonte Bundesverkehrsminister Ramsauer im Fall des Luftverkehrs. Richtig so. Aber wie steht es dann mit der Sicherheit der gesamten Bevölkerung? Wer Laufzeiten für alternde Atomkraftwerke über den jetzt gültigen Ausstiegszeitplan bis 2021 weit hinaus strecken will, der handelt nur aus kurzsichtigem Profitdenken aber ohne Verantwortung. Das gilt besonders für die CSU, die sich für Atomtechnik als eine „Brückentechnologie“ ohne Ende stark macht. Der Umweltverein „Mütter gegen Atomkraft“ e.V. hat sich unter dem Schock von Tschernobyl 1986 gegründet und sieht bis heute keine nachhaltige Lösung dieses Risikos. Seit 1990 versuchen wir, die Not der Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu lindern. Der Schwerpunkt unserer Hilfe liegt auf Sendungen von Medikamenten und medizinischem Gerät an die Kinderonkologie in Kiew. Die Abteilung für Kinderonkologie des Instituts für Onkologie der Akademie der medizinischen Wissenschaften existiert seit 1969. Unser persönlicher Kontakt zu den Klinikärzten gewährleistet gezielte Hilfe. Im vergangenen Jahr konnten wir die Klinik dank Ihrer Spenden mit einer Ersatzröhre für den Computertomographen in der Kinderonkologie unterstützen. In diesem Jahr wird dringend ein Kühlgerät für die Kryokonservierung von Stammzellen benötigt. Hierfür sowie für Medikamente und unseren Transport bitten wir um Spenden auf das Konto Nr. 412422 bei der Genossenschaftsbank eG München, BLZ 70169464 der Mütter gegen Atomkraft e.V., Kennwort "Kinder von Tschernobyl". |
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